Keuschhaltung

Keuschhaltung beschreibt eine sexuelle Spielart aus dem Bereich von BDSM, bei der das devote Subjekt daran gehindert wird, Befriedigung zu erlangen.

Meistens kommen dabei Hilfsmittel wie Keuschheitsgürtel, Penis Plugs oder Keuschheitskäfige zum Einsatz. Bei der Keuschhaltung geht es sowohl um die sexuelle Enthaltsamkeit, wie auch um den Machtaspekt und die Kontrolle über den Sexualtrieb des Subs. Die sexuelle Abstinenz wird mit dem Prinzip des "Tease and Denial" ("erregen und verweigern") verbunden, also der Stimulierung bis kurz vor den Orgasmus.

Wird die Keuschhaltung mit dem Tragen eines Keuschheitsgürtels verbunden, so muss auf äußerste Disziplin geachtet werden. Diese wird durch andauernde Observierung via Telefon oder Funk durch die Fürstin sichergestellt. Dem Subjekt sind Tragepausen zur Reinigung und zur Rasur, nur auf ausdrücklichen Befehl der Gebieterin gestattet. Als Keyholderin hat nur die Herrin Zugang zum Schlüssel zum Gürtel. Nur sie verfügt über die Schlüsselgewalt, um das Subjekt zu besonderen Gelegenheiten aus seinem Keuschheitsgürtel zu entlassen.

Durch die komplette Abgabe der (sexuellen) Macht an die Herrin ist das Subjekt komplett unter ihrer Kontrolle. Diese Macht wird durch die Herrin nicht nur in Livesessions ausgeübt, sondern auch per Fernerziehung. Mit der Zeit werden sich das sexuelle Begehren und die Lust immer weiter steigern. Diesem Verlangen wird aber nicht nachgegeben - als devotes Subjekt ist auch die Selbstbefriedigung tabu.